Peloponnes-Reiseführer: Nafplio, Mykene und Monemvasia
Der Peloponnes im Süden Griechenlands erstreckt sich von der eleganten Hafenstadt Nafplio über die legendären Ruinen von Mykene und das für seine Akustik bekannte Theater von Epidaurus bis zur Felsenstadt Monemvasia. Byzantinisches Erbe, antike Geschichte und die Steinturmdörfer der Mani-Halbinsel treffen hier aufeinander. Dieser Reiseführer stellt die wichtigsten Stationen für kurze Ausflüge wie für längere Rundreisen vor.
## Nafplio: Palamidi-Festung und Bourtzi
Die Altstadt von Nafplio wurde im venezianischen Stil erbaut und diente zwischen 1829 und 1834 als erste Hauptstadt des modernen griechischen Staates. Die über der Stadt aufragende Palamidi-Festung wurde von den Venezianern zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichtet; sie ist über eine lange Treppe mit mehreren hundert Stufen erreichbar und bietet weite Ausblicke über die Bucht. Mitten im Hafen liegt die kleine Festung Bourtzi, die auf einer Insel errichtet wurde, um die Einfahrt zur Bucht zu schützen. Sie ist von der Uferpromenade Nafplios aus zu sehen und gehört zu den prägenden Wahrzeichen der Stadt.
## Mykene und Epidaurus: Legende und Akustik
Mykene war eine bedeutende Festungsstadt der Bronzezeit und wird in der griechischen Mythologie mit Agamemnon in Verbindung gebracht; das Löwentor am Eingang zählt zu den bekanntesten Bildern der Antike, und die Stätte ist als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen. In der Nähe liegt das antike Theater von Epidaurus, Teil des Asklepios-Heiligtums, das für seine Akustik bekannt ist und noch heute für Aufführungen genutzt wird; Besucher testen gerne von den obersten Rängen aus, wie der Klang sich trägt.
## Was macht Monemvasia zu einem besonderen Ziel?
Monemvasia liegt auf einem Felsen, der über einen schmalen Damm mit dem Festland verbunden ist; die in byzantinischer Zeit und späteren Schichten gewachsene Altstadt ist autofrei. Ein Spaziergang durch die engen Gassen aus Stein führt hinauf zur Festung auf der Felsspitze und bietet Ausblicke aufs Meer; der kompakte, dichte Maßstab des Ortes unterscheidet ihn von den weitläufigeren Stätten anderswo in der Region.
## Mani-Halbinsel, Antikes Olympia und Mystras
In den Dörfern der Mani-Halbinsel prägen steinerne Turmhäuser die lokale Architektur, ein eigenständiger ländlicher Baustil, der eng mit der Geschichte der Region verbunden ist. Antikes Olympia, Austragungsort der antiken Olympischen Spiele, und Mystras, eine befestigte byzantinische Hügelstadt nahe Sparta mit Kirchen und Klöstern, die ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, runden die längere Liste historischer Stationen der Region ab.
FAQ
Wie viel Zeit sollte man für eine Reise auf den Peloponnes einplanen?
Um Nafplio, Mykene, Epidaurus und Monemvasia in einem angenehmen Tempo zu besichtigen, sollte man mindestens vier bis fünf Tage einplanen, denn auch wenn die Orte nicht extrem weit auseinanderliegen, summieren sich die Fahrzeiten zwischen den Stationen. Wer zusätzlich die Mani-Halbinsel, das Antike Olympia oder Mystras besuchen möchte, sollte eine Woche oder mehr vorsehen, da diese Ziele in unterschiedlichen Teilen der Halbinsel liegen und sich am besten ohne Eile zwischen langen Fahrten an einem einzigen Tag erkunden lassen.
Wie gelangt man nach Monemvasia?
Um nach Monemvasia zu gelangen, fährt man zunächst mit dem Auto zum Ort Gefyra auf dem Festland; von dort führt ein Damm hinüber zum Felsen, wobei Autos auf der Festlandseite abgestellt werden, da die Altstadt nur zu Fuß erkundet wird. Die Fahrt von Athen aus dauert mehrere Stunden, und viele Reisende verbinden sie unterwegs mit Zwischenstopps in Nafplio oder Mystras, da alle drei Orte im Südosten des Peloponnes liegen.
