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Sarajevo-Reiseführer: Baščaršija und die Miljacka

Sarajevo erstreckt sich entlang der Miljacka und vereint osmanische Basare, österreichisch-ungarische Plätze und das bosnische Alltagsleben auf engem Raum. Dieser Sarajevo-Reiseführer beschreibt die Gassen von Baščaršija

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Sarajevo-Reiseführer: Baščaršija und die Miljacka

Sarajevo erstreckt sich entlang der Miljacka und vereint osmanische Basare, österreichisch-ungarische Plätze und das bosnische Alltagsleben auf engem Raum. Dieser Sarajevo-Reiseführer beschreibt die Gassen von Baščaršija und den Sebilj-Brunnen, die Gazi-Husrev-Beg-Moschee, die Lateinerbrücke und die Vijećnica, die Gelbe und Weiße Festung, die Quellen von Vrelo Bosne sowie die Seilbahn auf den Trebević – die Kriegsgeschichte der Stadt wird hier bewusst nicht behandelt.

## Baščaršija und der Sebilj: Sarajevos osmanisches Herz

Baščaršija ist das alte osmanische Marktviertel Sarajevos, in dem sich in engen Gassen Kupferschmiede, Goldschmiede und kleine Kaffeestände aneinanderreihen. In der Mitte des Platzes steht der Sebilj, ein Steinbrunnen im Holzstil, der zum bekanntesten Treffpunkt des Viertels geworden ist. Nur wenige Gehminuten vom Brunnen entfernt liegt die Gazi-Husrev-Beg-Moschee, eine gewölbte osmanische Moschee aus dem 16. Jahrhundert, die bis heute im religiösen Leben der Stadt eine zentrale Rolle spielt. Der Brunnen im Innenhof und die angrenzende Medresse zeugen noch immer von der ursprünglichen osmanischen Architektur des Komplexes.

## Lateinerbrücke, Vijećnica und Kathedrale: Ein Spaziergang an der Miljacka

Die Lateinerbrücke über der Miljacka ist als Ort des Attentats auf Erzherzog Franz Ferdinand im Jahr 1914 bekannt und damit eng mit einem entscheidenden Moment der europäischen Geschichte verbunden. Von hier aus führt ein Spaziergang am Flussufer bequem zu den übrigen Sehenswürdigkeiten der Altstadt. Direkt am Flussufer erhebt sich die Vijećnica (das Rathaus), die während der österreichisch-ungarischen Zeit im neomaurischen Stil errichtet wurde und heute als Bibliothek und Veranstaltungsort dient; ihre gestreifte Fassade zählt zu den bekanntesten der Stadt. In der Nähe ist die Herz-Jesu-Kathedrale mit ihrer neugotischen Front der Hauptsitz der katholischen Gemeinde Sarajevos.

## Wie erreicht man die Gelbe und die Weiße Festung?

Die Gelbe Festung (Žuta tabija) und die Weiße Festung (Bijela tabija) auf den Hügeln oberhalb der Altstadt sind alte osmanische Befestigungsanlagen und beliebte Aussichtspunkte, um bei Sonnenuntergang zu beobachten, wie sich die Stadt in ihr Tal einbettet. Beide sind vom Zentrum aus zu Fuß oder mit einer kurzen Taxifahrt erreichbar. Weiter oben am selben Hang bringt die Seilbahn auf den Trebević Besucher noch höher hinauf für einen weiteren Blick über die Stadt; die Strecke nahm nach einer langen Schließung in Folge des Krieges der 1990er-Jahre den Betrieb wieder auf. In der Nähe der Bergstation sind zudem die Überreste der Bob-Bahn der Olympischen Winterspiele von 1984 zu sehen.

## Vrelo Bosne und Ćevapi-Kultur: Natur und Tafel der Stadt

Westlich des Zentrums, im Stadtteil Ilidža, ist Vrelo Bosne ein Naturpark rund um die von Quellen gespeisten Kanäle und kleinen Seen, die den Ursprung des Flusses Bosna bilden. Ein von Pappeln gesäumter Weg führt durch das Gelände, entlang der Hauptallee werden auch Kutschfahrten angeboten. Im Mittelpunkt der alltäglichen Esskultur Sarajevos steht ćevapi: kleine gegrillte Röllchen aus Hackfleisch, serviert in somun-Fladenbrot mit gehackten Zwiebeln und Kaymak. Es wird den ganzen Tag über gegessen, besonders in den traditionellen Grillstuben rund um Baščaršija.

FAQ

Wie viele Tage sollte man in Sarajevo einplanen?

Zwei Tage reichen in der Regel aus, um die zentralen Sehenswürdigkeiten in gemächlichem Tempo zu besichtigen, darunter Baščaršija, die Vijećnica, die Lateinerbrücke und die Gazi-Husrev-Beg-Moschee, da die meisten davon fußläufig zu erreichen sind. Ein dritter Tag schafft Raum für Vrelo Bosne, die Seilbahn auf den Trebević und die Festungen auf den Hügeln, sodass der Besuch sowohl das historische Zentrum als auch die umliegenden Berge einschließt. Der öffentliche Nahverkehr ist begrenzt, aber funktionsfähig, und ein Großteil der Altstadt lässt sich am besten zu Fuß erkunden.

Was sollte man in Sarajevo essen?

Ćevapi ist das Gericht, das am engsten mit Sarajevo verbunden wird: kleine gegrillte Röllchen aus Hackfleisch, serviert in weichem somun-Brot mit gehackten Zwiebeln und Kaymak, erhältlich in zahlreichen Grillstuben rund um Baščaršija von Mittag bis in den Abend hinein. Neben ćevapi gehören Burek (gefülltes Blätterteiggebäck), Baklava und Tulumba als Nachspeise sowie bosnischer Kaffee, der in einer kupfernen Džezva serviert wird, zur alltäglichen Tischkultur der Stadt und sind ebenso einen Versuch wert wie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten.