Split und Mitteldalmatien: Reiseführer von Diokletians Palast bis Krka
Split ist die lebendigste Hafenstadt an der mitteldalmatinischen Küste Kroatiens und liegt im Herzen des Palastes, den der römische Kaiser Diokletian im 4. Jahrhundert erbauen ließ – ein Komplex, der bis heute als bewohntes Stadtviertel dient. Dieser Reiseführer folgt der Route durch Mitteldalmatien: von Splits UNESCO-gelisteter Altstadt über die venezianischen Gassen von Trogir und die Steinkathedrale von Šibenik bis zu den Wasserfällen des Nationalparks Krka.
## Was macht Diokletians Palast so bemerkenswert?
Splits Altstadt besteht im Wesentlichen aus dem Palast, den der römische Kaiser Diokletian Anfang des 4. Jahrhunderts n. Chr. für seinen Ruhestand errichten ließ – doch es handelt sich nicht um ein Museum, sondern um ein lebendiges Viertel, in dem Menschen wohnen und Geschäfte in den steinernen Gassen geöffnet haben. Der als UNESCO-Weltkulturerbe gelistete Palast führt Besucher durch ein Labyrinth aus engen Passagen und Innenhöfen, die noch immer der römischen Anlage folgen. Im Zentrum der Anlage liegt der Peristyl-Platz, umgeben von Granitsäulen und einer schwarzen Granit-Sphinx aus Ägypten, während der Glockenturm der Kathedrale, der Jahrhunderte später auf dem ursprünglich als Diokletians Mausoleum errichteten Bauwerk hinzugefügt wurde, direkt daneben aufragt. Wer auf dem Platz sitzt und anschließend den Glockenturm erklimmt, erfasst Splits geschichtete Vergangenheit auf einfachste Weise an einem einzigen Ort.
## Trogir und Šibenik: Die UNESCO-Küstenstädte Mitteldalmatiens
Nur eine kurze Strecke von Split entfernt liegt Trogir, dessen venezianisch geprägte Altstadt auf einer kleinen, durch Brücken mit dem Festland verbundenen Insel steht und auf der UNESCO-Liste geführt wird; enge Gassen, die Kathedrale des Heiligen Laurentius und eine Festung am Meer machen es zu einem idealen Ziel für einen halben Tag. Weiter nördlich ist Šibenik bekannt für die vollständig aus Stein errichtete Jakobskathedrale, die auf den Architekten Juraj Dalmatinac zurückgeht; ihr charakteristisches Tonnengewölbedach zählt zu den Hauptgründen für den UNESCO-Status des Bauwerks. Die engen, treppenreichen Gassen und Festungsmauern der Stadt bieten ein ruhigeres dalmatinisches Erlebnis als Trogir.
## Wasserfälle und Natur im Nationalpark Krka
Nordöstlich von Split ist der Nationalpark Krka für seine Sinterterrassen-Wasserfälle bekannt, die sich entlang des Flusses Krka aneinanderreihen; hölzerne Stege führen Besucher nah an die Kaskaden heran, darunter die gestuften Fälle von Skradinski buk. Es lohnt sich, vor jedem Besuch die aktuellen Parkregeln zu prüfen, da sich die Vorschriften zum Schwimmen an den Wasserfällen im Laufe der Zeit verändert haben. Die Pfade durch die umliegenden Wälder bleiben auch in den wärmeren Sommermonaten schattig und kühl zum Wandern.
## Die antike Stadt Salona und der Alltag in Split
Salona, in der direkt neben Split gelegenen Stadt Solin, war in römischer Zeit das Verwaltungszentrum der Provinz Dalmatien; heute lassen sich die Überreste des Amphitheaters, die Nekropole und Abschnitte der alten Stadtmauern wie in einem Freilichtmuseum besichtigen. Wer den Puls des Alltags in Split spüren möchte, findet ihn auf der Riva, einer von Palmen gesäumten Uferpromenade entlang der Hafenseite des Palastes, die sich abends mit Caféleben füllt; der Hügel Marjan im Westen bietet bewaldete Pfade, kleine Kapellen und Aussichtspunkte über die Stadt, die Einheimische als eigenen Rückzugsort nutzen.
FAQ
Wurde die Sphinx auf dem Peristyl wirklich aus Ägypten gebracht?
Ja, die Sphinx, die auf dem Peristyl-Platz im Zentrum von Diokletians Palast steht, wurde auf Anordnung des Kaisers aus Ägypten nach Split gebracht und ist aus schwarzem Granit gefertigt. Sie steht dort seit der Errichtung des Palastes im 4. Jahrhundert und zählt damit zu den ältesten Objekten, denen Besucher heute in der gesamten Anlage begegnen. Während die meisten der übrigen Sphinxen, die Diokletian für den Palast importieren ließ, im Laufe der Zeit verschwunden sind, hat dieses Exemplar auf dem Peristyl überdauert und ist zu einem der bekanntesten historischen Details der Stadt geworden.
Wie viele Tage sollte ich für Split, Trogir, Šibenik und Krka einplanen?
Ein voller Tag genügt, um Splits Altstadt in Ruhe zu erkunden und gemütlich auf den Hügel Marjan zu spazieren, während Tagesausflüge nach Trogir und Šibenik jeweils einen halben bis ganzen Tag in Anspruch nehmen können, da beide Städte mit Bus oder Auto in kurzer Zeit von Split aus erreichbar sind. Wer einen weiteren Tag für den Nationalpark Krka einplant, kann die Wasserfälle und Wanderwege ohne Eile genießen und so insgesamt eine entspannte vier- bis fünftägige Route durch Mitteldalmatien zusammenstellen, die die ganze Region abdeckt, ohne von Ort zu Ort zu hetzen.
