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Stadtmauern von Dubrovnik: Festung an der Adria

Die Stadtmauern von Dubrovnik umschließen auf rund 1.940 Metern die historische Altstadt an der kroatischen Adriaküste und bilden einen geschlossenen Steinring aus Kalkstein. Sie zählen zu den am besten erhaltenen Verteidigungsanlagen Europas und lassen sich in einem durchgehenden Rundgang vollständig begehen.

TypGeschichte und Kultur / Historische Orte
StädteDubrovnik
Lage42.640000, 18.108100

Wichtige Fakten

Die Stadtmauern von Dubrovnik umschließen auf rund 1.940 Metern die historische Altstadt an der kroatischen Adriaküste und bilden einen geschlossenen Steinring aus Kalkstein. Sie zählen zu den am besten erhaltenen Verteidigungsanlagen Europas und lassen sich in einem durchgehenden Rundgang vollständig begehen.

Was sind die Stadtmauern von Dubrovnik?

Im Mittelmeerraum gehören sie zu den vollständigsten erhaltenen Beispielen einer Renaissance-Festungsanlage und spielten über Jahrhunderte eine entscheidende Rolle dabei, dass sich die kleine Seerepublik als eigenständiger Staat behaupten konnte.

Wann und von wem wurden die Mauern errichtet?

Der Grundriss der heutigen Mauern geht auf einen Stadtplan aus dem Jahr 1292 zurück; der eigentliche Bau erstreckte sich in mehreren Etappen vom 13. bis zum 17. Jahrhundert. Baumeister wie Nicifor Ranjina, Michelozzo di Bartolomeo, Giorgio da Sebenico und Paskoje Miličević erweiterten die Anlage schrittweise um Türme, Bastionen und Festungswerke.

Die Landmauern erreichen eine Dicke von 4 bis 6 Metern, während die seeseitigen Abschnitte zwischen 1,5 und 5 Metern variieren; an den höchsten Stellen misst die Mauer bis zu 25 Meter. Diese Unterschiede spiegeln die jeweilige Bedrohungslage von Land- und Seeseite wider. Mit der zunehmenden Verbreitung von Artilleriewaffen in Europa wurden die Mauern zudem im Lauf der Zeit verstärkt, um Beschuss standzuhalten. Die Republik Ragusa endete zwar 1808 durch die napoleonische Besetzung, doch die Mauern blieben unzerstört erhalten und gelten bis heute als das sichtbarste Zeugnis der historischen Identität der Stadt.

Türme, Festungen und Bastionen entlang der Mauer

Entlang des Mauerrings stehen drei runde und vierzehn eckige Türme, fünf Bastionen und zwei Winkelbefestigungen, ergänzt durch die Festung St. John. Die seeseitige Festung Bokar gilt als eine der ältesten erhaltenen Festungen ihrer Art in Europa und zeigt typische Merkmale der Renaissance-Militärarchitektur.

Ein Großteil der Mauern besteht aus dem in der Region reichlich vorhandenen weißen Kalkstein, der sich als besonders widerstandsfähig gegenüber der salzigen Meeresluft erwiesen hat. Die Festung Minčeta erhebt sich am höchsten Punkt der Altstadt, während Revelin und Lovrijenac den Hafeneingang und den Landweg strategisch absicherten. Zusammen bildeten diese Bauwerke das Verteidigungssystem, das der Republik Ragusa über Jahrhunderte ihre Unabhängigkeit sicherte. Auch die Stadttore Pile und Ploče, die bis heute den Zugang zur Altstadt bilden, waren Teil dieses Verteidigungssystems.

Wie beginnt man den Rundgang auf den Stadtmauern?

Der Zugang zu den Mauern ist von mehreren Punkten der Altstadt aus möglich, der bekannteste Zugang liegt nahe dem westlichen Pile-Tor; ein vollständiger Rundgang dauert meist ein bis zwei Stunden. Unterwegs begleiten Blicke auf die roten Ziegeldächer, die Flaniermeile Stradun, den Hafen und die offene Adria den gesamten Weg, und in der Ferne lässt sich oft die Insel Lokrum erkennen.

Da die Öffnungszeiten je nach Jahreszeit variieren und der Andrang mittags am größten ist, empfehlen sich die frühen Morgenstunden. Als Teil der 1979 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommenen Altstadt gehören die Mauern zu den prägendsten Stationen eines Dubrovnik-Besuchs.

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