Deva historische Orte: Festung, Schloss Corvin und Siebenbürgen
Deva historische Orte: die Festung auf dem Vulkanhügel mit Standseilbahn, das nahe Schloss Corvin, das Museum Magna Curia und das Mureș-Tal.
Deva historische Orte werden vor allem von der mittelalterlichen Festung geprägt, die den Vulkanhügel über der Stadt krönt. Deva liegt in Westrumänien, im Süden Siebenbürgens, im Tal des Flusses Mureș. Mit seiner Festung, dem nahen Schloss Corvin und einer bis in die dakisch-römische Zeit reichenden Umgebung ist die Stadt ein dichter Halt für Geschichtsinteressierte. Dieser Leitfaden führt der Reihe nach durch die wichtigsten historischen Orte.
Warum lohnt sich der Aufstieg zur Festung von Deva?
Die Festung von Deva steht auf dem Gipfel eines etwa 180 Meter hohen Basalthügels und wurde erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt. Eine Standseilbahn (Schrägaufzug) erleichtert den Aufstieg, und vom Gipfel öffnet sich ein weiter Blick über das Mureș-Tal. Über Jahrhunderte diente sie als Militärstützpunkt, Gefängnis und Aussichtspunkt.
Überliefert ist, dass Ferenc Dávid, der Begründer des Unitarismus, hier gefangen gehalten wurde und 1579 auf der Burg starb. Der Cetății-Hügel ist zugleich ein Naturschutzgebiet, dessen vulkanischer Boden besondere Pflanzen beherbergt. Eine Pulverexplosion im 19. Jahrhundert richtete schwere Schäden an, sodass die Anlage heute weitgehend Ruine ist. Ein Spaziergang durch die restaurierten Mauern und der Blick von den Terrassen lassen die geschichtete Vergangenheit spüren.
Das Schloss Corvin in Hunedoara
Das etwa 18 Kilometer entfernte Schloss Corvin (Hunyadi) in Hunedoara zählt zu den eindrucksvollsten gotischen Bauwerken Europas. Seine heutige prächtige Gestalt erhielt es im 15. Jahrhundert unter dem siebenbürgischen Woiwoden Iancu de Hunedoara (János Hunyadi). Spitze Türme, eine Zugbrücke, der Rittersaal und der tiefe Innenhof ergeben eine märchenhafte Silhouette.
Im Inneren beeindrucken der Rittersaal und der Landtagssaal, der tiefe Brunnen im Hof und die bemalten Loggien; um den Brunnen rankt sich eine Legende gefangener Häftlinge. Das Schloss diente zudem als Kulisse für zahlreiche Film- und Serienproduktionen. Die meisten Deva-Besucher nehmen es am selben Tag mit; beide Orte lassen sich mit einer kurzen Autofahrt verbinden und gelten als das meistfotografierte Erbe der Region.
Magna Curia und das Museum für dakische und römische Zivilisation
Magna Curia ist ein historischer Palast im Stadtzentrum, dessen Ursprünge bis ins 16.-17. Jahrhundert zurückreichen. Unter der Familie Bethlen erhielt er seine heutige Form mit Renaissance- und Barockzügen. Heute beherbergt er das Museum für dakische und römische Zivilisation, das Funde aus den dakischen Festungen und römischen Siedlungen der Region zeigt.
Zu den Sammlungen gehören römische Objekte aus Sarmizegetusa, Münzen, Keramik und wechselnde Sonderausstellungen. Der Park und die Skulpturen hinter dem Palast laden zu einer kurzen Pause ein. Für alle, die vor dem Besuch der antiken Stätten in die tiefe Vergangenheit Siebenbürgens eintauchen möchten, ist das Museum ein idealer Ausgangspunkt und lässt sich leicht mit einem Stadtrundgang verbinden.
Die Altstadt und die Kirchen von Deva
Die Altstadt am Fuß des Burgbergs lädt mit ruhigen Plätzen und Architektur des 19. Jahrhunderts zum Bummeln ein. Die orthodoxe Nikolaus-Kathedrale und die Franziskanerklosterkirche zeugen von einer Region, in der verschiedene Gemeinschaften zusammenlebten. Cafés und kleine Läden entlang der zentralen Straßen bieten vor oder nach dem Festungsbesuch einen entspannten Spaziergang.
Der Cetate-Park am Fuß des Hügels ist mit seinen Teichen und Wegen bei Familien beliebt. Deva ist auch als die Stadt bekannt, in der die Turnerin Nadia Comăneci ausgebildet wurde; das sportliche Erbe prägt die Identität der Stadt mit. Die Uferpromenade am Mureș und die Wochenmärkte sind schöne Gelegenheiten, das lokale Leben aus der Nähe zu erleben.
In der Umgebung: das Mureș-Tal und antike Hauptstädte
Deva ist ein Tor zu einer der reichsten antiken Regionen Siebenbürgens. Die Straße entlang des Mureș-Tals führt zu bedeutenden dakischen und römischen Zentren. Die dakischen Festungen in den Orăștie-Bergen (darunter Sarmizegetusa Regia) gehören zum UNESCO-Welterbe und bildeten das Herz des dakischen Königreichs. Auch Ulpia Traiana Sarmizegetusa, die Hauptstadt des römischen Dakiens, liegt in der Region.
In der Umgebung liegen zudem die Densuș-Kirche, eine der ältesten Steinkirchen Rumäniens, der für seine Gletscherseen bekannte Retezat-Nationalpark und das Thermalbad Geoagiu-Băi. Diese Orte lassen sich als Tagesausflüge von Deva aus besichtigen; da Zugang und Öffnungszeiten je nach Saison variieren, empfiehlt sich eine vorherige Erkundigung.
Mit seinem kompakten Zentrum und dem starken Erbe der Umgebung bietet Deva mehr, als die meisten Reisenden auf der Siebenbürgen-Route erwarten. Mehr Informationen finden Sie auf unserer Stadtseite zu Deva.
FAQ
Wie erreicht man die Festung von Deva und das Schloss Corvin?
Zur Festung von Deva gelangt man bequem mit der Standseilbahn (Schrägaufzug) vom Stadtzentrum; wer möchte, kann auch den Fußweg nehmen. Das Schloss Corvin in Hunedoara, rund 18 Kilometer entfernt, erreicht man in kurzer Zeit mit dem Auto oder Regionalbussen. Beide Orte werden meist am selben Tag besucht.
Welche Jahreszeit eignet sich für einen Besuch in Deva?
Spätfrühling bis Frühherbst ist die angenehmste Zeit, um Deva und die Umgebung zu erkunden; das Wetter ist mild und die Aussicht vom Burgberg klar. Die Sommermonate sind heiß, aber lebhaft, der Winter kalt mit kurzen Tagen. Für die Freilichtruinen sind milde, niederschlagsfreie Tage ideal.
Wie viele Tage sollte man für Deva und Hunedoara einplanen?
Die Festung von Deva und das Stadtzentrum lassen sich bequem in einem halben Tag besichtigen. Mit dem Schloss Corvin in Hunedoara füllt sich ein ganzer Tag. Wer auch antike Städte wie Sarmizegetusa im Mureș-Tal sehen möchte, ist mit zwei Tagen besser beraten, um die Region ohne Eile zu erkunden.
