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Tirana-Reiseführer: Skanderbeg-Platz, Blloku und Dajti

Tirana, die Hauptstadt Albaniens, ist ein kompaktes Stadtzentrum rund um den Skanderbeg-Platz, auf dessen Gelände das Nationale Historische Museum liegt, gleich daneben die Et'hem-Bey-Moschee und der Uhrturm. Von den kom

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Tirana-Reiseführer: Skanderbeg-Platz, Blloku und Dajti

Tirana, die Hauptstadt Albaniens, ist ein kompaktes Stadtzentrum rund um den Skanderbeg-Platz, auf dessen Gelände das Nationale Historische Museum liegt, gleich daneben die Et'hem-Bey-Moschee und der Uhrturm. Von den kommunistischen Bunk'Art-Bunkern über das lebendige Viertel Blloku bis zur Seilbahn Dajti Ekspres zeigt Tirana jüngere Geschichte und heutiges Stadtleben nah beieinander.

## Der Skanderbeg-Platz und seine Umgebung

Das tägliche Leben in Tirana spielt sich rund um den weitläufigen, offenen Skanderbeg-Platz ab. In seiner Mitte erhebt sich das Reiterstandbild des Nationalhelden Gjergj Kastrioti Skanderbeg, während die sozialistische Mosaikfassade des Nationalen Historischen Museums eine Seite des Platzes prägt. Direkt am Platz liegt die Et'hem-Bey-Moschee, bekannt für ihre Wandmalereien aus dem späten 18. Jahrhundert; sie gehört zu den wenigen Gotteshäusern, die nach dem Ende des kommunistischen Regimes wieder für den Gottesdienst geöffnet wurden. Der angrenzende steinerne Uhrturm lässt sich besteigen und bietet einen Blick über den Platz und die umliegenden Ministeriumsgebäude.

## Was gibt es in Bunk'Art zu sehen?

Bunk'Art verwandelt zwei der riesigen unterirdischen Schutzbauten aus der Zeit Enver Hoxhas in Museen. Bunk'Art 2, nahe dem Stadtzentrum, widmet sich der Geschichte der Geheimpolizei und der inneren Sicherheit, während Bunk'Art 1 am Stadtrand in Richtung Dajti mit längeren Gängen und militärischer Ausrüstung jener Zeit aufwartet. Betongänge, Propagandabilder aus der Zeit und Besprechungsräume vermitteln Besuchern ein greifbares Bild von Albaniens jahrzehntelanger Isolation. Für Bunk'Art 1 ist ein Auto oder eine organisierte Fahrt vom Stadtzentrum nötig, da es außerhalb des zentralen Bezirks liegt.

## Blloku: Das soziale Herz Tiranas

Das Viertel Blloku, einst Wohngebiet der kommunistischen Parteielite und für die Bevölkerung gesperrt, ist heute der Teil Tiranas mit der höchsten Dichte an Cafés, Restaurants und Bars. Kleine Läden und Straßencafés zwischen den ehemaligen Wohnhäusern der Nomenklatura prägen den heutigen Charakter des Viertels. Enver Hoxhas frühere Residenz steht noch immer im Viertel und kann von außen betrachtet werden. Blloku liegt in Gehweite zum Skanderbeg-Platz und ist besonders abends sehr lebendig.

## Dajti Ekspres und die Pyramide: Die Silhouette der Stadt

Die Seilbahn Dajti Ekspres verkehrt vom östlichen Stadtrand bis zu den Hängen des Dajti-Gebirges und zeigt während der Fahrt von oben, wie sich Tiranas Stadtgebiet ausdehnt. An der Bergstation gibt es Wanderwege und offene Flächen mit Blick über die Stadt. Die Pyramide im Stadtzentrum wurde 1988 als Museumsgebäude zum Gedenken an Enver Hoxha errichtet, in den folgenden Jahren für verschiedene Zwecke genutzt und kürzlich zu einem Jugend- und Technologiezentrum umgestaltet. Ihre schräge Betonfassade bleibt ein sichtbares Symbol für den postkommunistischen Wandel der Stadt.

FAQ

Wie kommt man vom Skanderbeg-Platz zu Bunk'Art?

Bunk'Art 2 liegt im Stadtzentrum, nur einen kurzen Fußweg vom Skanderbeg-Platz entfernt, und ist daher in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Für Bunk'Art 1 an den Hängen Richtung Dajti braucht man dagegen ein Auto, ein Taxi oder eine organisierte Tour, da es keine direkte öffentliche Verbindung zwischen den beiden Standorten gibt. Wer beide Bunker an einem Tag besichtigen möchte, sollte für die Fahrt nach Bunk'Art 1 und zurück zusätzliche Zeit einplanen, da die Strecke deutlich außerhalb des Zentrums liegt. Am besten organisiert man den Transfer vorab über ein Taxi oder einen Tourveranstalter, um Wartezeiten zu vermeiden.

Wie viel Zeit sollte man für die Seilbahn Dajti Ekspres einplanen?

Die Fahrt mit der Dajti Ekspres dauert pro Strecke etwa zwanzig Minuten, doch rechnet man Rückfahrt und Aufenthalt an der Bergstation hinzu, dauert ein vollständiger Besuch meist zwischen zwei und drei Stunden. An der Bergstation gibt es kurze Wanderwege, Aussichtspunkte und einige Cafés, sodass Besucher, die nur die Aussicht genießen möchten, innerhalb einer Stunde wieder unten sein können, während alle, die längere Spaziergänge planen, mehr Zeit einplanen sollten. An Wochenenden kann es vor der Abfahrt zu Wartezeiten kommen, was man bei der Zeitplanung berücksichtigen sollte.