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Reiseführer

Sächsische Kirchenburgen und Dörfer in Siebenbürgen

In Südsiebenbürgen zeugen die von sächsischen Siedlern gegründeten Kirchenburgdörfer von Baukunst des 13. bis 16. Jahrhunderts und einer seit dem Mittelalter bewahrten Siedlungsordnung. Biertan wurde 1993, sechs weitere

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Sächsische Kirchenburgen und Dörfer in Siebenbürgen

In Südsiebenbürgen zeugen die von sächsischen Siedlern gegründeten Kirchenburgdörfer von Baukunst des 13. bis 16. Jahrhunderts und einer seit dem Mittelalter bewahrten Siedlungsordnung. Biertan wurde 1993, sechs weitere Dörfer 1999 in die UNESCO-Liste aufgenommen. Dieser Führer stützt sich auf Geschichte und Architektur; aktuelle Öffnungszeiten, Preise und Fahrpläne werden ohne belegte Quelle nicht genannt, bei fehlenden Angaben heißt es ehrlich: ich weiß es nicht.

## Warum stehen die sächsischen Kirchenburgen auf der UNESCO-Liste?

Die UNESCO-Stätte heißt "Dörfer mit Kirchenburgen in Siebenbürgen" und umfasst sieben Dörfer: Biertan, Câlnic, Dârjiu, Prejmer, Saschiz, Valea Viilor und Viscri. Biertan wurde 1993 allein aufgenommen, die übrigen sechs 1999. Die Dörfer wurden ab dem 12. Jahrhundert von deutschstämmigen sächsischen Handwerkern und Bauern gegründet, die ungarische Könige aus dem Rheinland ins Land riefen. Ausgewählt wurden sie aus über 150 erhaltenen Bauten der Region; sechs sind sächsisch, eines (Dârjiu) széklerisch. Gemeinsam ist ihnen die im Ortskern stehende, mit Mauern, Türmen und Toren befestigte Kirche. Dieser Führer stützt sich auf Geschichte; ohne belegte Quelle zu Öffnungszeiten und Preisen sagt er lieber: ich weiß es nicht.

## Biertan: Bischofssitz und dreifache Ringmauer

Biertan liegt im Kreis Sibiu und war das erste eingetragene Dorf. Die Kirchenburg entstand 1486–1524 an der Stelle einer früheren romanischen Kirche; sie ist die letzte spätgotische Hallenkirche dieser Art in Siebenbürgen und bewahrt ihren dreischiffigen Ursprungsbau weitgehend. Im Innern finden sich seltene Beispiele siebenbürgischer Wandmalerei des 16. Jahrhunderts. Von 1572 bis 1867 war die Kirche Sitz der sächsisch-evangelischen Bischöfe; das erklärt den aufwendigen Bau und seine Wehranlagen. Den Komplex umgeben drei durch Türme und Tore verbundene Mauerringe; hervor treten Uhrturm, Glockenturm, Torturm und Speckturm. Öffnungszeiten geben wir nicht ohne Beleg wieder; im Zweifel sagen wir: ich weiß es nicht.

## Viscri: eine der ältesten Kirchen und königliches Interesse

Viscri (deutsch Deutsch-Weißkirch) im Kreis Brașov verdankt den Namen "weiße Kirche" einer Kapelle, die die vor den Sachsen ansässigen Székler unter Géza II. (1141–1162) errichteten. Vier im Chor erhaltene romanische Kapitelle stammen aus dieser Frühzeit, eines dient als Taufbecken. Die kleine Kirche geht auf das 12. Jahrhundert zurück, wurde im 15. Jahrhundert befestigt, die Wehrtürme kamen im 17. Jahrhundert hinzu. 1999 wurde Viscri mit sechs weiteren Orten in die UNESCO-Liste aufgenommen. König Charles III. besuchte das Dorf erstmals 1998, kaufte 2006 ein sächsisches Haus aus dem 18. Jahrhundert und förderte traditionelles Handwerk; die Instandsetzung lief über den Mihai-Eminescu-Trust. Aktuelle Besuchsangaben brauchen einen Beleg; sonst sagen wir: ich weiß es nicht.

## Prejmer: die größte Kirchenburg Südosteuropas

Prejmer (deutsch Tartlau) im Kreis Brașov liegt im Burzenland und gilt als größte Kirchenburg Südosteuropas. Den Grundstein legte der Deutsche Orden: Mit Erlaubnis Andreas' II. begann 1218 der gotische Bau; von ihm stammt der in Siebenbürgen einzigartige griechische Kreuzgrundriss. Nach der Vertreibung der Ritter erscheint der Bau 1240 erstmals urkundlich. Wegen der Lage wurde das Dorf zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert über 50-mal zerstört, die Burg aber nur einmal, 1611 durch Gabriel Báthory, erobert. Die Ringmauern erreichen fast 12 m Höhe; an der Innenseite bot ein vierstöckiger Bau mit 275 Kammern jeder Familie Schutz und Vorratsraum. Eine Restaurierung 1960–1970 führte den Bau in seine ursprüngliche Gestalt zurück. Aktuelle Zeiten und Preise schreiben wir nicht ohne Beleg; im Zweifel sagen wir: ich weiß es nicht.

## Schäßburg und das sächsische Erbe um Sibiu und Brașov

Die Altstadt von Schäßburg wurde im 12. Jahrhundert von sächsischen Siedlern gegründet und 1999 als bewohnte mittelalterliche Burg in die UNESCO-Liste aufgenommen. Die Bergkirche, dem heiligen Nikolaus geweiht, entstand in Etappen zwischen 1345 und 1525 und gilt als drittgrößte Kirche Siebenbürgens. In der Ringmauer wurde jeder Turm von einer Handwerkszunft gebaut und verteidigt; von vierzehn Türmen sind neun erhalten. Sibiu (Hermannstadt) war das Zentrum der ersten Kolonisation, Brașov (Kronstadt) das politische Zentrum der Sachsen. Mit dem Diploma Andreanum von 1224 erhielten die Sachsen Selbstverwaltungsrechte und errichteten über 250 Kirchenburgen. Mit der großen Auswanderung 1989–1990 schrumpfte die Gemeinschaft: Laut Zählung von 2011 lebten nur noch 11.400 Sachsen in Siebenbürgen. Zu Nahverkehr und Öffnungszeiten sagen wir ohne Beleg: ich weiß es nicht.

FAQ

Wie viele der siebenbürgischen Kirchenburgdörfer stehen auf der UNESCO-Liste?

Sieben Dörfer stehen auf der Liste: Biertan, Câlnic, Dârjiu, Prejmer, Saschiz, Valea Viilor und Viscri. Biertan wurde 1993 allein aufgenommen, die übrigen sechs 1999. Sechs sind sächsisch, eines (Dârjiu) gehört zur székler Gemeinschaft. Sie wurden aus über 150 erhaltenen Bauten der Region ausgewählt.

Gehört Schäßburg zur Liste der Kirchenburgdörfer?

Nein, Schäßburg ist eine eigene UNESCO-Stätte: Die "Altstadt von Schäßburg" wurde 1999 als bewohnte mittelalterliche Burg eingetragen. Die Bergkirche ist eine zwischen 1345 und 1525 erbaute sächsisch-evangelische Kirche. Sie teilt das sächsische Erbe der sieben Kirchenburgdörfer, ist aber eine davon unabhängige Eintragung.