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Städte

Târgovişte

Târgoviște liegt im Süden Rumäniens, am rechten Ufer des Flusses Ialomița, und ist der Verwaltungssitz des Kreises Dâmbovița. Von 1418 bis 1659, also fast zweieinhalb Jahrhunderte lang, war die Stadt die Hauptstadt der W

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Alltag

Târgoviște liegt im Süden Rumäniens, am rechten Ufer des Flusses Ialomița, und ist der Verwaltungssitz des Kreises Dâmbovița. Von 1418 bis 1659, also fast zweieinhalb Jahrhunderte lang, war die Stadt die Hauptstadt der Walachei, bevor der Titel unter Constantin Brâncoveanu (1688-1714) endgültig an Bukarest überging. Diese lange Zeit als Fürstensitz prägt bis heute das Stadtbild: Im Zentrum liegen die Ruinen der Curtea Domnească (Fürstenhof), einer über Jahrhunderte erweiterten Residenz mit Steinmauern, Graben, Kirche und Turm. Das bekannteste Bauwerk der Anlage ist der Turnul Chindiei (Chindia-Turm), dessen Bau unter Vlad III. Țepeș (Vlad dem Pfähler) begann; der heute 27 Meter hohe Turm beherbergt ein kleines Museum und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Auch die jüngere Geschichte hat hier ihre Spuren hinterlassen: Nicolae Ceaușescu und seine Frau Elena wurden am 25. Dezember 1989 in Târgoviște vor Gericht gestellt und hingerichtet; das dazugehörige Militärgebäude öffnete 2025 als Museum der militärischen Tradition. Die Stadt zählt zwölf Museen, historische Kirchen wie die Himmelfahrtskirche sowie die Wohnhäuser der Maler Gheorghe Petrașcu und Vasile Blendea; der Alltag verläuft ruhig, geprägt vom Rhythmus einer mittelgroßen Kreisstadt.

Verkehr

Târgoviște liegt rund 80 Kilometer nordwestlich von Bukarest im Kreis Dâmbovița. Von Bukarest aus verkehren Schnellzüge (Accelerat), die die Strecke in etwa anderthalb Stunden zurücklegen; langsamere Personenzüge benötigen fast zwei Stunden. Zusätzlich fahren Busse in Stoßzeiten in dichter Folge vom Umfeld des Bahnhofs Bukarest Nord ab; genaue Fahrpläne und Preise sollten vor der Reise aktuell geprüft werden, da sie sich ändern können. Der nächstgelegene größere Flughafen ist der Flughafen Henri Coandă in Otopeni nördlich von Bukarest, von dem aus die Fahrt mit dem Auto etwa eine Stunde und fünfzehn Minuten dauert. Innerhalb der Stadt sorgen neun Buslinien und vier Kleinbuslinien für ein bescheidenes Nahverkehrsnetz; das historische Zentrum lässt sich gut zu Fuß erkunden.

Sicherheitshinweise

Für Târgovişte sind aktuelle Sicherheits-, Öffnungszeit-, Preis- und Reservierungsdaten in diesem Pilotpaket nicht belegt; dafür gilt. Zusätzliche Behauptungen brauchen Redaktion und Quelle.

FAQ

Warum war Târgoviște für die Geschichte der Walachei so bedeutend?

Târgoviște diente von 1418 bis 1659, also fast zweieinhalb Jahrhunderte, als Hauptstadt der Walachei, und in dieser Zeit wurde die Curtea Domnească (Fürstenhof) als Residenz der walachischen Fürsten errichtet und immer wieder erweitert. Auch Vlad III. Țepeș (Vlad der Pfähler) verbrachte einen Großteil seiner Herrschaft in der Stadt; unter ihm begann der Bau des heutigen Wahrzeichens, des Chindia-Turms. Erst zwischen 1688 und 1714 verlegte Constantin Brâncoveanu den Sitz endgültig nach Bukarest, weshalb Târgoviște bis heute als mittelalterliche Hauptstadt der Walachei gilt.

Kann man den Chindia-Turm besichtigen und wann wurde er erbaut?

Der Bau des Chindia-Turms begann im 15. Jahrhundert während der zweiten Herrschaftsperiode von Vlad III. Țepeș und diente ursprünglich der Verteidigung, Beobachtung und Bewachung des Staatsschatzes. Seine heutige Höhe von 27 Metern erhielt er erst durch eine umfassende Restaurierung zwischen 1847 und 1851 unter Gheorghe Bibescu, bei der der Turm aufgestockt wurde. Er ist heute innerhalb der Curtea-Domnească-Anlage zugänglich und beherbergt ein kleines Museum mit Waffen und Dokumenten aus der Zeit Vlad Țepeș'; aktuelle Öffnungszeiten sollten vor Ort oder über offizielle Quellen bestätigt werden.

Welche Verbindung hat Târgoviște zur rumänischen Revolution von 1989?

In Târgoviște wurden der kommunistische Machthaber Nicolae Ceaușescu und seine Frau Elena am 25. Dezember 1989 vor Gericht gestellt und hingerichtet, was die Stadt zu einem zentralen Schauplatz der jüngeren rumänischen Geschichte macht. Das Militärgebäude, in dem die Hinrichtung stattfand, blieb lange geschlossen und wurde erst 2025 als Museum der militärischen Tradition für Besucher geöffnet. Dieses Ereignis gilt vielfach als symbolischer Schlusspunkt des Sturzes des kommunistischen Regimes in Rumänien und macht die Stadt zu einer wichtigen Station der Zeitgeschichte.

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