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Städte

Karaman

Karaman liegt in Zentralanatolien am Nordrand des Taurusgebirges, rund 100 km südlich von Konya. Die antike Stadt hieß Laranda, wurde 1256 von Karaman Bey erobert und nach ihm benannt und war von 1307 bis 1468 Hauptstadt

Lage37.18111, 33.215

Alltag

Karaman liegt in Zentralanatolien am Nordrand des Taurusgebirges, rund 100 km südlich von Konya. Die antike Stadt hieß Laranda, wurde 1256 von Karaman Bey erobert und nach ihm benannt und war von 1307 bis 1468 Hauptstadt des Karamanidenfürstentums. Der zweite Herrscher der Dynastie, Karamanoğlu Mehmet Bey, erließ nach der Eroberung Konyas am 13. Mai 1277 ein Dekret, das Türkisch zur einzigen Sprache in Amtsstuben und öffentlichem Leben erklärte — ein Ereignis, das bis heute als Tag der türkischen Sprache begangen wird. Im Stadtzentrum prägen die Reste der Burg aus dem 12. Jahrhundert und die 1370 errichtete Ak-Tekke-Moschee, die Gräber aus der Familie Mevlanas beherbergt, das Bild; auch der Dichter Yunus Emre verbrachte hier seine letzten Lebensjahre. Etwa 30 km nördlich, an den Hängen des erloschenen Vulkans Karadağ, liegen die als Binbirkilise (Tausendundein Kirchen) bekannten Ruinen von rund fünfzig byzantinischen Kirchen und Klöstern aus dem 3. bis 8. Jahrhundert, die 1907 von Gertrude Bell und William Ramsay dokumentiert wurden. Die Wirtschaft der Region stützt sich auf Getreide- und Obstanbau sowie traditionelles Handwerk in den umliegenden Dörfern; die Stadt selbst wirkt überschaubar und ruhig.

Verkehr

Karaman erreicht man am einfachsten über Konya: Die Strecke über die Landstraße D715 beträgt etwa 100 km und dauert mit dem Bus rund 2,5 Stunden; Unternehmen wie Özkaymak verbinden Karaman regelmäßig mit Konya, Ankara, Istanbul, Adana und Antalya. Die YHT-Hochgeschwindigkeitszüge aus Ankara und Istanbul führen über Konya nach Karaman, der Toros-Express aus Adana benötigt etwa 6,5 Stunden; der Bahnhof liegt am Nordrand der Altstadt. Der nächstgelegene Flughafen ist Konya; der Busbahnhof liegt rund 1 km vom Zentrum entfernt, an der Kreuzung D715/D350. Das Stadtzentrum lässt sich gut zu Fuß erkunden, Dolmuşe verkehren auf den Hauptstraßen. Für Binbirkilise, Taşkale oder Divle außerhalb der Stadt braucht man ein eigenes Fahrzeug, eine organisierte Tour oder ein Taxi; Fahrpläne und Preise sollten vor Ort bestätigt werden.

Sicherheitshinweise

Für Karaman sind aktuelle Sicherheits-, Öffnungszeit-, Preis- und Reservierungsdaten in diesem Pilotpaket nicht belegt; dafür gilt. Zusätzliche Behauptungen brauchen Redaktion und Quelle.

FAQ

Wurde das türkische Sprachdekret von Karamanoğlu Mehmet Bey tatsächlich in Karaman verkündet?

Das Dekret wurde erlassen, nachdem Karamanoğlu Mehmet Bey am 13. Mai 1277 Konya erobert hatte; er war zu dieser Zeit Herrscher des Karamanidenfürstentums, dessen Hauptstadt Karaman war. Deshalb gilt das Ereignis als zentraler Bezugspunkt für die historische Identität Karamans und für den jährlich am 13. Mai gefeierten Tag der türkischen Sprache, auch wenn der genaue Ort der Verkündigung in den Quellen als Konya angegeben wird.

Wie gelangt man von Karaman zu Binbirkilise und wie viel Zeit sollte man einplanen?

Binbirkilise liegt rund 30 km nördlich des Stadtzentrums an den Hängen des erloschenen Vulkans Karadağ und besteht aus etwa fünfzig verstreuten byzantinischen Kirchen- und Klosterruinen rund um mehrere Dörfer. Da die Stätte außerhalb der Stadt liegt, braucht man ein eigenes Auto oder eine Tour; wegen der weitläufigen Anlage sollte man mehrere Stunden, festes Schuhwerk und Sonnenschutz einplanen.

Aus welcher Zeit stammen die Felsenspeicher im Dorf Taşkale und kann man sie noch besichtigen?

Im rund 46 km vom Zentrum entfernten Dorf Taşkale wurden 352 Getreidespeicher direkt in den Fels gehauen; die ältesten sollen vor 800 bis 1.000 Jahren entstanden sein, wobei der Bau sich über christliche, seldschukische und osmanische Perioden erstreckte, manche Kammern reichen bis zu 40 Meter in die Höhe. Diese Speicher prägen bis heute das Felsbild des Dorfes und sind von außen gut sichtbar.

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