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Ioannina Historische Orte: Von der Kastro-Festung bis zur Seeinsel

Lernen Sie Ioanninas historische Orte kennen: von der Kastro-Festung über die Aslan-Pascha- und Fethiye-Moschee bis zur Klosterinsel im Pamvotida-See und der Perama-Höhle – belegt und praxisnah.

Blogbeiträge21.07.2026
21.07.2026
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Ioannina Historische Orte: Von der Kastro-Festung bis zur Seeinsel

Lernen Sie Ioanninas historische Orte kennen: von der Kastro-Festung über die Aslan-Pascha- und Fethiye-Moschee bis zur Klosterinsel im Pamvotida-See und der Perama-Höhle – belegt und praxisnah.

Ioannina historische Orte reichen von der Festung am Ufer des Pamvotida-Sees über Moscheen aus der Zeit von Ali Pascha bis zur Klosterinsel mitten im Wasser. Byzantinische, osmanische sowie griechische, muslimische und jüdische Spuren liegen hier innerhalb derselben Stadtmauern eng beieinander. Die Stadt stand von 1430 bis 1913 unter osmanischer Herrschaft und wurde nach den Balkankriegen Teil Griechenlands. Dieser Ratgeber fasst für Reisende, die Ioannina besuchen möchten, fünf zentrale Stationen -Festung, zwei Moscheen, Insel und Höhle- anhand belegter Quellen zusammen und liefert praktische Hinweise für jede Station.

Kastro und Its Kale: Die Festungsstadt am Seeufer

Die Festung von Ioannina (Kastro) erhebt sich am südöstlichen Stadtrand direkt am Pamvotida-See und diente als Verwaltungssitz des Despotats Epirus und später des osmanischen Vilayets. Die umfangreichsten Befestigungsarbeiten stammen aus der Zeit von Ali Pascha und wurden 1815 abgeschlossen; die innere Zitadelle Its Kale bildet zusammen mit einer zweiten Festung die heutige Anlage.

Innerhalb der Mauern verbinden sich enge Gassen, restaurierte Herrenhäuser und kleine Cafés zu einer Altstadt, die sich bequem zu Fuß erkunden lässt. Im Bereich von Its Kale liegen die Fethiye-Moschee, das Grabmal von Ali Pascha und das Byzantinische Museum mit Exponaten aus der Despotatszeit. Zusätzlich sind innerhalb der Mauern osmanische Bäder, eine osmanische Bibliothek sowie das historische Gebäude Soufari Sarai erhalten.

Im nördlichen Teil von Its Kale, im ehemaligen Schatzkammergebäude, befindet sich ein kleines Museum zur Silberschmiedekunst von Epirus; damit füllt allein das Kastro bereits einen halben Reisetag. Wer früh am Morgen kommt, erlebt oft Nebel über dem See, der sich malerisch an den alten Mauern entlangzieht.

Die Aslan-Pascha-Moschee: Ein Museum für drei Gemeinschaften

Die Aslan-Pascha-Moschee wurde 1618 auf dem Gelände des Klosters Johannes des Täufers errichtet und beherbergt heute das Städtische Volkskundemuseum. Das Museum behandelt in getrennten Abteilungen die drei historischen Gemeinschaften der Stadt -griechisch, muslimisch und jüdisch- und zeigt Silberarbeiten, Waffen, regionale Trachten sowie Webarbeiten.

Das Gebäude in der Noutsou-Straße 8 hat seine ursprüngliche Ausstattung samt hoher, nach Mekka ausgerichteter Mihrab weitgehend bewahrt; Besucher erreichen es innerhalb der Festungsmauern in wenigen Gehminuten. Weil die drei Abteilungen die multikulturelle osmanische Geschichte der Stadt in einem einzigen Gebäude greifbar machen, gilt der Ort als eine der lehrreichsten Stationen der Stadt.

Der kuppelbedeckte Hauptraum und die Zypressen im Innenhof machen auch das äußere Erscheinungsbild der Moschee sehenswert; sie liegt fast in der Mitte der üblichen Kastro-Route und eignet sich daher als natürliche Zwischenstation.

Die Fethiye-Moschee und das Grab von Ali Pascha

Die innerhalb von Its Kale gelegene Fethiye-Moschee birgt die Gräber von Ali Pascha, dem mächtigsten Statthalter der Stadt, und seiner ersten Ehefrau. Ali Pascha regierte die Region zu Beginn des 19. Jahrhunderts wie ein halbautonomes Fürstentum, wurde 1822 getötet, und sein Andenken ist bis heute eng mit der Identität der Stadt verbunden.

Die schlichte Steinarchitektur der Moschee gehört zusammen mit den übrigen osmanischen Bauten der Zitadelle zu den meistbesuchten Stationen innerhalb von Its Kale. Moschee und Grabmal werden gemeinsam mit dem umliegenden Hof besichtigt; von diesem südöstlichen Abschnitt des Kastro aus lässt sich zudem der Blick über den See von den Festungsmauern aus genießen.

Die Geschichte von Ali Pascha ist vor allem durch seinen Widerstand gegen die osmanische Zentralmacht bekannt; Historiker verbinden diesen Konflikt mit den breiteren Unabhängigkeitsbewegungen der Region. Dass sein Grab ausgerechnet in der Festung liegt, die einst das Zentrum seiner Macht war, macht die Geschichte für Besucher besonders greifbar.

Wie besucht man die Seeinsel?

Die Insel im Pamvotida-See wird über eine rund 20-minütige Bootsfahrt vom Anlegesteg der Stadt erreicht und zählt zu den wenigen noch bewohnten Seeinseln des Landes. Auf ihr stehen sieben Klöster aus dem 13. bis 17. Jahrhundert; das Kloster Agios Panteleimon dient heute als Ali-Pascha-Museum und ist für Besucher geöffnet.

Ali Pascha verbrachte hier, auf eine Begnadigung durch den Sultan wartend, seine letzten Tage und wurde am 24. Januar 1822 an diesem Ort getötet; die Räume des Museums erzählen dieses Ereignis. Die Insel bietet außerdem Kirchen, kleine Läden, Tavernen und Bäckereien und eignet sich damit ideal für einen Tagesausflug.

Boote legen regelmäßig vom zentralen Anlegesteg ab; die ruhigeren Morgenstunden eignen sich besonders für jene, die alle sechs Klöster in Ruhe besichtigen möchten. Auf den schmalen Pfaden der Insel lässt sich der Großteil der Klöster innerhalb von ein bis zwei Stunden zu Fuß erreichen, was die Insel zu einer einfachen Ergänzung des Kastro-Besuchs macht.

Die Perama-Höhle und die Silberschmiedetradition

Die rund 4 Kilometer nördlich des Stadtzentrums gelegene Perama-Höhle zählt mit ihren Stalaktiten und Stalagmiten zu den auffälligsten unterirdischen Zielen der Region und wird im Rahmen geführter Touren besichtigt. Die jahrhundertealte Silberschmiedetradition von Ioannina lebt bis heute in den Exponaten des kleinen Museums innerhalb der Festung fort.

Da die Höhle das nächstgelegene Naturziel der Stadt ist, lässt sie sich problemlos mit einem Kastro-Besuch am selben Tag verbinden; die Wege der geführten Tour sind beleuchtet und gesichert. Silberschmuck und -tabletts werden weiterhin von Hand in den Werkstätten des Stadtbasars gefertigt; diese Werkstätten setzen die im Museum der Aslan-Pascha-Moschee gezeigte Handwerkstradition bis in die Gegenwart fort.

Ein Ausflug nach Ioannina lässt sich somit auf einer einzigen Tagesroute verbinden, die von der Festung zur Insel, von der Moschee zur Höhle führt. Für eine ruhigere Erkundung empfiehlt sich folgende Aufteilung:

  • Morgens: Kastro und Its Kale (Fethiye-Moschee, Grabmal, Byzantinisches Museum)
  • Vormittag: Aslan-Pascha-Moschee und Volkskundemuseum
  • Nachmittag: Bootsfahrt zur Insel im Pamvotida-See mit ihren Klöstern
  • Späterer Nachmittag: Perama-Höhle und die Silberschmiede-Werkstätten der Altstadt

Diese Reihenfolge berücksichtigt Gehwege und Bootszeiten und lässt an jeder Station 45 bis 60 Minuten Zeit, um auch in den engen Gassen der Altstadt zu verweilen.

FAQ

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch in Ioannina?

Die günstigste Reisezeit für Ioannina liegt zwischen Frühling und Herbst, wenn die Temperaturen für lange Spaziergänge entlang der Festungsmauern und auf der Seeinsel angenehm bleiben und keine extreme Hitze herrscht. Auch der Sommer ist möglich, doch die Mittagssonne wird in den engen Steingassen des Kastro oft als anstrengender empfunden; die frühen Morgenstunden eignen sich daher zu jeder Jahreszeit besonders gut.

Wie viele Tage braucht man für Ioannina?

Die Stationen innerhalb der Festung -Kastro, Its Kale, die Aslan-Pascha-Moschee und die Fethiye-Moschee- lassen sich bequem an einem einzigen, morgens beginnenden Tag besichtigen. Wer zusätzlich mit dem Boot zur Seeinsel fahren und die Perama-Höhle besuchen möchte, sollte zwei Tage einplanen; so bleibt genug Zeit für jede Station und für einen Abstecher zu den Silberschmiede-Werkstätten am späten Nachmittag.

Wie kommt man zur Seeinsel (Nisi)?

Die Insel im Pamvotida-See ist ausschließlich mit dem Boot erreichbar; die Fähren legen vom Anlegesteg im Stadtzentrum ab, benötigen etwa 20 Minuten für die Überfahrt und verkehren tagsüber in kurzen Abständen. Da es auf der Insel keine Fahrzeuge gibt, werden die Wege zwischen den sechs Klöstern und dem Dorf zu Fuß auf schmalen Pfaden zurückgelegt, weshalb bequemes Schuhwerk für den Ausflug empfehlenswert ist.