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Pula historische Orte: Arena, Forum und römische Tore

Pula historische Orte: das besterhaltene römische Amphitheater, das antike Forum am Meer, der Augustustempel, der Sergier-Bogen und die Festung Kaštel.

Blogbeiträge21.07.2026
21.07.2026
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Pula historische Orte: Arena, Forum und römische Tore

Pula historische Orte: das besterhaltene römische Amphitheater, das antike Forum am Meer, der Augustustempel, der Sergier-Bogen und die Festung Kaštel.

Pula gehört zu den geschichtsträchtigsten Städten Kroatiens. Die Hafenstadt an der Südspitze Istriens trägt ein zweitausendjähriges römisches Erbe in ihrem Straßenbild. Eines der besterhaltenen Amphitheater der Welt, das antike Forum am Meer und die alten Stadttore liegen alle in Gehweite zueinander. In diesem Leitfaden besuchen wir die wichtigsten historischen Orte von Pula der Reihe nach.

Warum sollte man die Arena von Pula besuchen?

Die Arena von Pula ist ein römisches Amphitheater, das zwischen 27 v. Chr. und 68 n. Chr. unter Augustus und Vespasian aus lokalem Kalkstein errichtet wurde. Als einziges erhaltenes Beispiel mit vollständig bewahrtem äußeren Mauerring zählt sie zu den besterhaltenen der Welt und ist das Wahrzeichen der Stadt.

Ursprünglich bot der Bau etwa 23.000 Zuschauern Platz; vier Ecktürme und die dreigeschossige Fassade zeigen die Ingenieurskunst der Zeit. In den Gängen unter dem Boden wurden Gladiatoren und Tiere untergebracht. Auch heute ist die Arena ein lebendiger Ort: Das sommerliche Filmfestival von Pula, Konzerte und Opernaufführungen finden zwischen diesen antiken Mauern statt. Am Abend beleuchtet und nahe am Meer, wirkt die Fassade besonders eindrucksvoll; die frühen Morgenstunden sind am ruhigsten.

Forum und Augustustempel

Das antike Forum wurde im 1. Jahrhundert v. Chr. nahe dem Meer angelegt und bildet bis heute das öffentliche Herz von Pula. An seinem Rand erhebt sich der Augustustempel, ein eleganter Säulenbau aus dem 1. Jahrhundert n. Chr., der Kaiser Augustus geweiht war und römische Architektur gut bewahrt zeigt.

Der Tempel diente über die Jahrhunderte auch als Kirche und Kornspeicher; im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde er sorgfältig wiederaufgebaut. Heute zeigt er eine kleine Sammlung antiker Steinwerke. Der Forumsplatz mit seinen Cafés und dem Rathaus ist ein natürlicher Rastpunkt. In der Antike umgaben den Platz die Tempel von Jupiter, Juno und Minerva – eine für römische Städte typische Anlage des Zentrums.

Römische Tore und Sergier-Bogen

Die monumentalen Tore, die von Pulas Stadtmauern erhalten sind, markieren die römischen Zugänge der Stadt. Das prächtigste ist der Sergierbogen (Goldenes Tor) aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., ein von einer örtlichen Adelsfamilie gestifteter Triumphbogen, der durch seine reliefierten Verzierungen auffällt.

Das nahe Doppeltor (Porta Gemina) stammt aus der Mitte des 2. Jahrhunderts und öffnet sich mit zwei Bögen zum Archäologischen Museum. Das Herkulestor, das älteste Tor der Stadt, gehört ins 1. Jahrhundert v. Chr.; es trägt einen grob gehauenen Herkuleskopf und eine lateinische Inschrift, die mit der Gründung der Stadt verbunden ist. Ein Spaziergang zwischen diesen Toren macht Pulas römischen Stadtplan Schritt für Schritt lesbar.

Die Festung Kaštel und das Archäologische Museum

Auf dem Hügel in der Stadtmitte erhebt sich das Kaštel, eine im 17. Jahrhundert von den Venezianern errichtete Sternfestung. Nach Plänen des französischen Militärarchitekten Antoine de Ville gebaut, beherbergt sie seit 1961 das Historische und Maritime Museum Istriens und bietet einen Blick über den Hafen.

Am Fuß der Festung liegt das Archäologische Museum Istriens, dessen Sammlung bis 1802 zurückreicht und 1949 in heutiger Form eröffnet wurde; es zeigt Funde von der Vorgeschichte bis ins Mittelalter. Die Reste des römischen Theaters im Museumsgarten sind zugänglich. Der Kaštel-Hügel ist ein guter Abschluss des Rundgangs, um die Stadt von oben zu erfassen.

Wie erkundet man das historische Zentrum zu Fuß?

Am praktischsten beginnt man an der Arena, geht hinunter zum Forum am Meer, weiter zum Sergierbogen und den Stadttoren und schließlich hinauf zum Kaštel-Hügel. Da alle Orte im historischen Zentrum und in Gehweite liegen, lässt sich die Runde in einem halben bis ganzen Tag in Ruhe bewältigen.

Die Arena am frühen Morgen zu besuchen, nutzt die Kühle und die geringeren Menschenmengen. Für die Mittagspause eignen sich die Cafés rund um das Forum; von dort führen enge Steingassen zum Doppeltor und zum Herkulestor. Den Abschluss bildet der Blick vom Kaštel über Hafen und Dächer. Im Sommer lohnt es sich, Karten für die Abendveranstaltungen in der Arena im Voraus zu sichern. Bequeme Schuhe und Wasser helfen auf den ansteigenden Gassen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Stadtseite zu Pula.

FAQ

Lohnt sich ein Besuch der Arena von Pula?

Ja. Als einziges römisches Amphitheater mit vollständig erhaltenem Außenring zählt die Arena von Pula zu den besterhaltenen der Welt. Man kann hineingehen, die Gänge und Ränge erkunden und im Sommer auf das Filmfestival oder Konzerte treffen. Als Wahrzeichen der Stadt ist sie meist die erste Station.

Liegen Pulas historische Orte nahe beieinander?

Weitgehend ja. Arena, Forum, Augustustempel, die römischen Tore und der Kaštel-Hügel liegen im historischen Zentrum und in Gehweite zueinander. In gemächlichem Tempo lassen sich die meisten Orte in einem halben bis ganzen Tag zu Fuß erkunden; da die Gassen teils ansteigen, sind bequeme Schuhe ratsam.

Was gibt es in Pula außer der Arena zu sehen?

Das antike Forum am Meer mit dem Augustustempel, der Sergierbogen sowie das Doppel- und das Herkulestor, die venezianische Festung Kaštel auf dem Hügel und das Archäologische Museum Istriens an ihrem Fuß sind die wichtigsten Ziele. Sie verbinden römische, venezianische und spätere Epochen in einem Rundgang.