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Rovinj historische Orte: die Kirche der hl. Euphemia und Venedig

Rovinj historische Orte: die barocke Euphemia-Kirche auf dem Hügel, der 60 m hohe Glockenturm, die 1763 mit dem Festland verbundene Altstadt und der Balbi-Bogen von 1680.

Blogbeiträge21.07.2026
21.07.2026
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Rovinj historische Orte: die Kirche der hl. Euphemia und Venedig

Rovinj historische Orte: die barocke Euphemia-Kirche auf dem Hügel, der 60 m hohe Glockenturm, die 1763 mit dem Festland verbundene Altstadt und der Balbi-Bogen von 1680.

Rovinj ist eine der bezauberndsten Küstenstädte der Halbinsel Istrien. Diese Stadt an der Westküste der Adria trägt mit ihrer barocken Kirche auf dem Hügel, ihrem gewaltigen Glockenturm, ihren engen venezianischen Gassen und ihren historischen Toren die Spuren der Jahrhunderte zusammen. In diesem Leitfaden besuchen wir die wichtigsten historischen Orte von Rovinj der Reihe nach.

Warum sollte man die Kirche der hl. Euphemia besuchen?

Die auf dem Hügel der Altstadt aufragende Kirche der heiligen Euphemia (Sv. Eufemija) ist das Wahrzeichen von Rovinj. Sie wurde zwischen 1725 und 1736 als dreischiffige Barockkirche über den Resten älterer frühchristlicher Bauten errichtet. Ihre Lage am höchsten Punkt der Stadt macht sie von allen Seiten sichtbar und bildet den natürlichen Mittelpunkt des Rundgangs.

Die Kirche bewahrt die Reliquien der heiligen Euphemia, nach der sie benannt ist; die Gebeine liegen in einem römischen Sarkophag aus dem 6. Jahrhundert, der im 15. Jahrhundert angepasst wurde. Die dreischiffige Anlage und der Schmuck des Innenraums spiegeln das barocke Empfinden der Zeit. Die Fassade der Kirche wurde 1883 fertiggestellt. Die engen Gassen hinauf zur Kirche zeigen auf dem Weg das gesamte Gefüge der Altstadt Schritt für Schritt; der Blick vom Gipfel über die Adria ist eindrucksvoll.

Der Glockenturm und der venezianische Einfluss

Der an die Kirche angrenzende Glockenturm bildet mit etwa 60 Metern Höhe die bekannteste Silhouette der Stadt. Der zwischen 1654 und 1680 nach Entwürfen von Antonio Manopola errichtete Turm erinnert an den Glockenturm der Markusbasilika in Venedig und symbolisiert die Verbindung der Stadt zum Meer.

An der Spitze des Turms steht eine Statue der heiligen Euphemia, die als Wetterfahne dient; die Statue dreht sich nach der Windrichtung. Dieses Detail macht den Turm zu einem zugleich religiösen und seefahrtsbezogenen Sinnbild. Der Turm ist von überall in Rovinj und von den umliegenden Inseln zu sehen. Mit seiner von der venezianischen Architektur inspirierten Gestalt erinnert er daran, dass die Stadt über Jahrhunderte Teil des venezianischen Kulturraums war.

Von der Insel zur Halbinsel: der Ursprung der Altstadt

Die Altstadt von Rovinj war ursprünglich auf einer küstennahen Insel erbaut. Der schmale Kanal zwischen Stadt und Festland wurde erst 1763 aufgefüllt und die Altstadt so mit der Halbinsel verbunden. Diese Vergangenheit erklärt das gedrängte, steile Gefüge mit engen Gassen; die Häuser steigen schichtweise zum Meer hin an.

Das Inselgefüge gab Rovinj eine der fotogensten Stadtsilhouetten des Mittelmeers. Die zum Meer offenen Gassenenden rahmen Fischerboote und bunte Fassaden. Diese kompakte Struktur der Stadt macht es möglich, alle historischen Orte zu Fuß zu erkunden. Ein Gang durch die Gassen der Altstadt lässt diese einzigartige Anlage von der Insel zur Halbinsel greifbar spüren.

Der Balbi-Bogen und das venezianische Erbe

Der Balbi-Bogen am Eingang der Altstadt ist ein Stadttor von 1680 und bildet zusammen mit dem daneben stehenden spätrenaissancezeitlichen Uhrturm einen monumentalen Zugang zur Stadt. Rovinj war von 1283 bis 1797 eine der wichtigsten Städte Istriens unter der Herrschaft der Republik Venedig; dieses Erbe ist an jeder Ecke der Stadt zu sehen.

Die venezianische Zeit gab Rovinj steinerne Plätze, gewölbte Durchgänge und eine Meereskultur. Die Altstadt, die man durch den Balbi-Bogen betritt, bewahrt mit ihren engen Gassen und kleinen Plätzen das Gefüge dieser Zeit. Die Steinarbeit der Fassaden und die venezianischen Symbole erinnern an diese über fünfhundertjährige Verbindung der Stadt. Diese Bauten machen Rovinj zu einem gleichsam offenen venezianischen Freilichtmuseum.

Wie erkundet man Rovinj?

Der natürliche Ablauf beginnt am Balbi-Bogen, führt in die Altstadt und durch die engen Gassen hinauf zur Kirche der hl. Euphemia auf dem Hügel. Das kompakte Zentrum macht es möglich, alle Orte zu Fuß zu sehen; da die Gassen jedoch steil und steinig sind, sind bequeme Schuhe ratsam.

Der frühe Morgen oder der spätere Nachmittag eignen sich, um die Kühle zu nutzen und in besserem Licht zu fotografieren. Der Uferweg am Meer, die Cafés und die Boote im Hafen laden zu einer Pause ein. Den Sonnenuntergang vom Glockenturm oder aus der Umgebung der Kirche zu betrachten, ist der schönste Abschluss des Rundgangs. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Stadtseite zu Rovinj.

FAQ

Wann wurde die Kirche der hl. Euphemia gebaut?

Die Kirche der hl. Euphemia wurde zwischen 1725 und 1736 als dreischiffige Barockkirche über den Resten älterer frühchristlicher Bauten errichtet; ihre Fassade wurde 1883 fertiggestellt. Diese Kirche auf dem Hügel der Altstadt bewahrt die in einem römischen Sarkophag des 6. Jahrhunderts liegenden Reliquien der hl. Euphemia und ist das Wahrzeichen von Rovinj.

Woran erinnert der Glockenturm von Rovinj?

Der etwa 60 Meter hohe Glockenturm wurde zwischen 1654 und 1680 nach Entwürfen von Antonio Manopola errichtet und erinnert an den Glockenturm der Markusbasilika in Venedig. An seiner Spitze steht eine Statue der hl. Euphemia, die als Wetterfahne dient und sich nach dem Wind dreht; der Turm ist von überall in der Stadt zu sehen.

Warum wirkt die Altstadt von Rovinj wie eine Insel?

Weil die Altstadt von Rovinj ursprünglich auf einer küstennahen Insel erbaut war. Der schmale Kanal zwischen Stadt und Festland wurde erst 1763 aufgefüllt und die Altstadt so mit der Halbinsel verbunden. Das erklärt das gedrängte, steile Gefüge mit engen Gassen und die fotogene, schichtweise zum Meer ansteigende Silhouette.