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Van und Doğubayazıt: Akdamar und der İshak-Pascha-Palast

Van und Doğubayazıt liegen im äußersten Osten der Türkei, dort wo das Ufer des Van-Sees auf die Ausläufer des Ararat trifft. Die armenische Kreuzkirche auf der Akdamar-Insel, die urartäischen Ruinen der Festung Van, das

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Van und Doğubayazıt: Akdamar und der İshak-Pascha-Palast

Van und Doğubayazıt liegen im äußersten Osten der Türkei, dort wo das Ufer des Van-Sees auf die Ausläufer des Ararat trifft. Die armenische Kreuzkirche auf der Akdamar-Insel, die urartäischen Ruinen der Festung Van, das berühmte reichhaltige Van-Frühstück und die Van-Katzen mit ihren unterschiedlich gefärbten Augen ziehen Reisende an. In Doğubayazıt runden der İshak-Pascha-Palast und der Muradiye-Wasserfall die Route ab.

## Van-See und die armenische Kirche auf der Akdamar-Insel

Der Van-See ist der größte See der Türkei und bietet ein weites, von Bergen umrahmtes Panorama; sein sodahaltiges Wasser ist bekannt, und die Siedlungen entlang des Ufers liegen meist nahe am See. Die Akdamar-Insel im See wird mit dem Boot erreicht, und ihr bekanntestes Bauwerk ist die im 10. Jahrhundert unter König Gagik I. von Vaspurakan errichtete Kreuzkirche (Surp Haç). Die Steinreliefs an der Außenfassade der Kirche zeigen Szenen aus der Bibel und verschiedene Figuren; sie gelten als das auffälligste Merkmal des Bauwerks. Die Insel selbst ist ein ruhiger Zwischenstopp mitten im See und wird meist im Rahmen einer kurzen Bootsfahrt vom Festland aus besucht.

## Was gibt es in der Festung Van und Alt-Van zu sehen?

Die Festung Van erhebt sich auf einem langen Felsrücken nahe dem Seeufer und stammt aus urartäischer Zeit; sie wird mit Tuşpa, dem antiken Namen der Stadt, in Verbindung gebracht. Ein Spaziergang über den Festungsgrat eröffnet Blicke sowohl auf den Van-See als auch auf die darunterliegende Ebene. Am Fuß der Festung liegt Alt-Van, eine Siedlung, die während der Umbrüche zu Beginn des 20. Jahrhunderts weitgehend zerstört wurde; heute besteht das Gelände größtenteils aus Mauerresten und Grundmauern. Der Bereich liegt einige Kilometer westlich des modernen Stadtzentrums von Van.

## Van-Katzen und die Tradition des Van-Frühstücks

Van-Katzen sind für ihr weißes Fell und, bei vielen Tieren, zwei unterschiedlich gefärbte Augen (Heterochromie) bekannt; sie gelten als lokales Symbol der Region, in der auch ein Forschungszentrum beheimatet ist, das sich der Rasse widmet. Ihnen wird nachgesagt, im Wasser ungewöhnlich sicher zu sein. Das Van-Frühstück (Van kahvaltısı) ist eines der bekanntesten kulturellen Erlebnisse der Stadt: ein langes, gemeinsames Morgenritual, bei dem zahlreiche lokale Produkte wie otlu peynir (Kräuterkäse), kaymak (Sahne), Honig, kavut und murtuğa auf einer großen Tafel zusammenkommen. Im Zentrum von Van gibt es zahlreiche Lokale, die sich ganz auf dieses Frühstück spezialisiert haben.

## İshak-Pascha-Palast und Ararat-Blick in Doğubayazıt

Das bekannteste Bauwerk Doğubayazıts ist der auf einem Hügel gelegene İshak-Pascha-Palast. Der Bau begann 1685 unter Çolak Abdi Pascha und wurde erst 1784 von İshak Pascha vollendet; dieser fast ein Jahrhundert dauernde Bauprozess führte zu einem Gebäude, in dem sich osmanische, seldschukische, georgische, armenische und persische architektonische Einflüsse vermischen. Vom Hügel des Palastes aus ist bei klarem Wetter der Blick auf den Ararat, den höchsten Gipfel der Türkei, deutlich zu sehen. Auf der Strecke zwischen Van und Doğubayazıt ist der Muradiye-Wasserfall, der von Schmelzwasser gespeist wird und besonders im Frühling kräftig ist, ein weiterer lohnender Halt.

FAQ

Wie gelangt man zur Akdamar-Insel?

Der Weg zur Akdamar-Insel führt über eine kurze Bootsüberfahrt von einem der Anlegestellen am Südufer des Van-Sees, die sich meist etwas außerhalb des Stadtzentrums von Van befinden. Die Überfahrt selbst dauert nicht lange, und Ankommende werden zunächst von der Kreuzkirche aus dem 10. Jahrhundert nahe dem Ufer empfangen. Da die Boote tagsüber mehrfach verkehren, lohnt es sich, die Rückfahrzeiten vorab zu erfragen und den Besuch entsprechend zu planen. Da Speise- und Getränkeangebote auf der Insel begrenzt sein können, ist es sinnvoll, Wasser und einen kleinen Snack mitzunehmen.

Wann wurde der İshak-Pascha-Palast erbaut?

Der Bau des İshak-Pascha-Palasts begann 1685, also gegen Ende des 17. Jahrhunderts, unter Çolak Abdi Pascha. Das Projekt wurde über Generationen hinweg fortgeführt und erst 1784 von İshak Pascha vollendet, sodass sich die Bauzeit über nahezu ein Jahrhundert erstreckte. Diese lange Entstehungsgeschichte erklärt, warum der Palast osmanische, seldschukische, georgische, armenische und persische architektonische Einflüsse in sich vereint, statt einem einzigen Stil zu folgen. Besucherinnen und Besucher können diese vielschichtige Geschichte heute beim Rundgang durch die Innenhöfe sowie die getrennten Bereiche von Selamlık und Harem nachvollziehen.